Workation von she-preneur und VIAMIE in Spanien, April 2020, Photo-Credit: Daniel Schlicht.

Fühlst Du Dich im Job oder Deiner Selbstständigkeit manchmal alleine? Wünschst Du außerhalb Deines Team oder der Kollegen Unterstützung und Tipps? Du hast große Ziele, aber Dir fehlt noch das gewisse Etwas und die Verbindlichkeit, um sie zu erreichen. Dann könnte Dir eine Mastermind-Gruppe helfen.

Was ist Mastermind-Gruppe?

Was genau ist eigentlich eine Mastermind-Gruppe? Wie finde ich so eine Gruppe, wie genau funktioniert sie und wo soll ich anfangen?
Ich selbst bin seit Jahren ein großer Fan von Mastermind-Gruppen und möchte in diesem Artikel meine Erfahrungen zu dem Thema mit Dir teilen. 

Wie funktioniert eine Mastermind?

Es ist eigentlich ziemlich einfach: In einer Mastermind kommt eine Gruppe von spannenden Menschen zusammen und arbeitet gemeinsam an den persönlichen Zielen. Die Größe der Gruppe kann varieren, meiner Erfahrung nach funktioniert eine unmoderierte Mastermind-Gruppe am besten in der Größe von zwei bis fünf Personen.  

Die bewährte Vorgehensweise in meinen Gruppen:
Jedes Gruppenmitglied setzt sich zunächst Ziele (z.B. für ein Jahr), die die Person erreichen möchte und teilt diese mit der Gruppe. Dann unterstützen sich alle gegenseitig, diese Ziele zu erreichen. Durch regelmäßige Treffen und Gespräche, z. B. via Skype oder Whereby entsteht ein Austausch über alle Herausforderungen, sowie Fortschritte auf diesem Weg. Jedes Gruppenmitglied bekommt bei den Treffen einen bestimmten Zeitslot, in welchem erzählt werden darf. Dann gibt es Feedback und Tipps von allen anderen. Das Ziel hierbei ist es, einander sowohl zu unterstützen, als auch zu kontrollieren, sich gegenseitig aufmerksam auf Blockaden zu machen, oder aber zu ermahnen, wenn Dinge vor sich hergeschoben werden oder sich jemand überlastet. Gerade in der Selbstständigkeit kann so eine Gruppe ein wahrer Schatz sein, denn es gibt keinen Chef, der einem im Nacken sitzt und darauf achtet die richtigen und wichtigen Ziele zu verfolgen. Aber auch bei Themen wie z.B. dem Arbeitgeber-Wechsel oder internen Herausforderungen, die man nicht mit den Kollegen besprechen kann, kann eine Mastermind für Angestellte eine unglaubliche Hilfe sein.

Was bringt mir eine Mastermind?

Eine Mastermind-Gruppe ist also eine tolle Sache gemeinsam mit Wegbegleiter*innen Deine Ziele zu erreichen und anderen zu helfen. Wie gut das funktionieren, möchte ich Dir anhand meiner eigenen Erfahrungen erzählen und zeigen:
Eine meiner Mastermind-Gruppen habe ich mit Marie zum Thema Finanzen. 
Marie und ich haben uns über die Gruppe von Madame Moneypenny zuerst digital und dann auch persönlich in Düsseldorf kennengelernt. In der kurzen Zeit von 11 Monaten, in der wir mit einander sprechen (ungefähr einmal im Monat) hat Marie es geschafft einen Youtube-Kanal von 0 auf fast 15 000 Abonennt*innen aufzubauen. Schaue gerne mal bei ihr vorbei:

https://www.youtube.com/watch?v=Y9RS0NBMadc

Meine persönlichen Erfahrungen

Meine längste Mastermind-Gruppe habe ich mit Jan Zaiser, dem Gründer von Performery. Jan kenne ich noch aus der Stuttgarter Gründerszene und wir sind gemeinsam wirklich schon durch gute und schlechte Business-Zeiten gegangen. Die örtliche Entfernung von ca. 600 km stellt dabei kein Problem dar. Der Austausch hat sich durch die Langfristigkeit stetig verbessert. Je besser wir uns und das Business des jeweils anderen kennen, desto besser können wir uns helfen, oder aber – in dem Fall noch viel wichtiger – uns gegenseitig darauf hinzuweisen die richtigen Prioritäten zu setzen und uns auch mal Ruhe-Pausen zu gönnen!

Im Januar habe ich begonnen eine Mastermindgruppe mit Solveig Erlat zu führen. Wir haben uns auf Ihrer Workation im April letzten Jahres kennengelernt. Die Workation war für selbstständige Frauen und ich habe dort großartige Frauen kennengelernt, unter anderem eben Solveig. Falls Du auch bei so einer Workation dabei sein möchtest, im Mai hast Du die nächste Chance: https://solveigerlat.de/loslassen-retreat/

Und da mir all das noch nicht gereicht hat, habe ich in diesem Jahr den Entschluss gefasst, zusätzlich in eine moderierte Mastermind zu investieren.

Eine Mastermind als Investition?

Diese moderierte Gruppe, deren Teil ich seit diesem Jahr bin ist der Circle of Success von Tanja Lenke, der Gründerin von shepreneur. Tanja schafft somit einen erweiterten Raum zum Schaffen und Weiterentwickeln. Das Tolle an dieser moderierten Gruppe ist, dass es fachlichen Input gibt, einen Mitglieder-Bereich mit vielen wertvollen Tipps und Materialien, Verbindlichkeits-Methoden, neun Workshop-Tage, in denen sich insgesamt zehn Online-Unternehmerinnen austauschen. Was mir am meisten bei diesem Programm gefällt, dass inhaltlich nur Menschen dabei sind, die ebenso wie ich, ein Onlinebusiness aufbauen und wir uns fachlich sehr detailliert austauschen können. Diesen Austausch finde ich unbezahlbar.

Wertvoller Austausch

Dir klingt das nach zu vielen Masterminds? Ich sehe das anders.
Mein wichtiges Kredo im Leben ist: “Wer immer nur das tut, was er immer getan hat, wird auch immer nur das erreichen, was er schon immer erreicht hat.” – um weiter zu kommen ist es aus meiner Sicht die Hauptaufgabe sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Und genau dabei helfen Masterminds extrem. Eine Mastermind hilft sich persönlich weiterzuentwickeln und ich habe den Austausch in Mastermind-Gruppen für mich daher zur Priorität gemacht.

Wie baue ich erfolgreich eine Mastermind auf?

Du siehst, es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Mastermindgruppen zu finden, oder aufzubauen. Sicherlich sind meine Optionen auch nur einige wenige.
Du fragst Dich nun aber, wie Du eine solche Mastermindgruppe selbst aufbauen kannst? Beim Aufbau einer Mastermind solltest Du die folgenden sieben Punkte beachten, um den bestmöglichen Austausch zu schaffen.

Meine Top Tipps für eine erfolgreiche Mastermind Gruppe

  1. Sympathie. Bei der Auswahl bzw. beim Finden Deiner Mastermindpartner*innen ist es wichtig, dass Ihr Euch sympathisch seid. Du gehst eine Beziehung ein, in der alle Beteiligten wachsen sollen. Zudem muss die Kommunikation regelmäßig stattfinden und ebenso passen. Dass ihr Euch gut versteht und Lust habt mit einander zu sprechen, ist dafür essentiell.
  2. Vertrauen. Die Gruppe sollte einen geschützten Raum bieten, um schnell zum Wesentlichen zu kommen, Probleme ehrlich anzusprechen und sich öffnen zu können. In ihrem Podcast hat Natascha Wegelin von ihrer Mastermind innerhalb der Entrepreneurs Organization erzählt und dem Prinzip von “Get naked fast” – und genau das ist inhaltlich das Prinzip, schnell zu den inhaltlichen Punkten kommen zu dürfen, die einem gerade Sorgen oder Probleme bereiten. Dafür ist ein vertrauliches Verhältnis die Grundlage. Kannst Du jemandem nicht zu einhundert Prozent vertrauen, wirst Du Dich nicht richtig entfalten können. Auf der anderen Seite ist Dein vertraulicher Umgang, mit allem was in der Gruppe passiert natürlich genauso Voraussetzung. Dafür kann es helfen, falls man sich digital kennengelernt hat, am Anfang ein persönliches Treffen zu organisieren.
  3. Verbindlichkeit. Natürlich ist es auch Arbeit, einer Mastermind Gruppe anzugehören. Termin organisieren und einhalten, priorisieren, vorbereiten. Wenn Du oder ein Gruppenmitglied nicht bei der Sache oder unzuverlässig seid, zieht das alle gleichermaßen runter und man keine Lust mehr weiterzumachen. Man sollte die Verantwortung, die mit so einer Gruppe einhergeht, nicht unterschätzen. Alle sitzen in einem Boot und sollten von Anfang an klare Regeln definieren. Eine starke Gemeinschaft eben! Ohne ausreichendes Commitment geht es nicht.
  4. Jeder muss profitieren. Es darf kein zu großes Gefälle geben. Bevor Du mit Deinen Partner*innen zu einer Mastermind zusammen kommst, sollte darauf geachtet werden, wer gerade wo steht und wohin man möchte. Es ist wichtig, sich einen Überblick darüber zu schaffen, wie und ob sich alle gegenseitig in der Lage sind zu unterstützen. Z. B. ist es schwierig, wenn Du Dich gerade erst selbstständig gemacht hast, jemandem zu helfen, die oder der seit zehn Jahren ein erfolgreiches Business führt. Prüft, ob ihr Euch gut genug einander helfen könnt und macht Euch, jeder für sich, konkret klar, was Ihr von einer Mastermind erwartet.
  5. Keine Geschäfte miteinander machen. Meine Empfehlung: Sieh davon ab innerhalb der Mastermind-Gruppe Geschäfte mit einander zu machen, denn die Geschäftsbeziehung kann, meiner Erfahrung nach, das vertraute Miteinander stören. Und falls Ihr doch Geschäfte miteinander machen wollt, unbedingt die Regeln vorher klären.
  6. Verschwiegenheit. Oder: “What happens in Vegas, stays in Vegas.” ;) Viel mehr muss dazu nicht gesagt werden. Die Inhalte einer Mastermind können nur dann wachsen, wenn sie einen sicheren Raum haben (s. Punkt 2). Schaffe einen solchen Raum und Du wirst staunen, was man in einem solchen Verhältnis gemeinsam alles schaffen und erreichen kann.
  7. Positive Grundeinstellung. Damit der Austausch produktiv ist, ist es empfehlenswert von vorne herein eine “Wie schaffe ich das”-Mentalität in der Gruppe zu etablieren statt einer “Das wird nie etwas”-Mentalität. Wenn Ihr selbst und auch als Gruppe nicht an Euch glaubt, wird es auch sonst niemand tun.

Und jetzt Du!

Und: genau wie beim Verhandeln gilt hier, wer nicht fragt, kann nicht gewinnen, also lautet die Devise: Proaktiv auf Menschen zugehen mit denen Du eine Mastermind-Gruppe starten möchtest und einfach loslegen!

Du startest eine Mastermind und möchtest meine Vorlage für die Mastermind-Ziele nutzen? Oder mir von Deinen Erfahrungen mit Masterminds erzählen. Dann Sende mir gerne eine Mail an oder schreib mir auf Facebook oder Instagram.